Die Erfahrungen des tschechischen MesserherstellersMikov zeigen, dasseskonkreteErgebnissebringt,sich zu Wort zu melden, wenneine Fälschung eines tschechischen Produkts auf den Markt gebracht wird. Aufgrund vonHinweisenaus der Öffentlichkeit gingdie ZollverwaltungderTschechischenRepublikgegen den Vertreiber der Fälschung vorundbeschlagnahmte mehrere hundert Exemplareeines minderwertigen Messers, dasdie Marke des Unternehmensmissbrauchte. Weitere Ergebnisse waren, dass die Händlerden Verkaufdieses Messerseinstellten und die Kundendarüber informiertwurden, dass hinter dem minderwertigen Produkt Fälscher stehen.
DasgrößteProblembei der Nachahmungdes „Rybička“-Messersbestand darin, dass das Produkt eine ganze Reihe schwerwiegender Mängel aufwies und dabei die Marke des Herstellers verwendete, was zu einer langfristigen und irreversiblen Schädigung desgutenRufs der Marke Mikovhätteführenkönnen.
Unmittelbarnachder Entdeckungder Fälschungenreagierte Mikovdahermit der Kampagne„Wanted“, diein Formeines Steckbriefs für das gefälschte „Rybička“-Messer dazu aufrief, dieses zu melden, und als Belohnung für die „Ergreifung“ zwei Originalmesser anbot.
Die „Wanted“-Kampagneerreichte – auch dank Facebook und anderer sozialer Netzwerke – Zehntausende Menschen und löste zahlreiche positive Reaktionen aus: „Ich halte das für ein Zeichen seriösen Unternehmertums und des Stolzes auf die Marke – danke für dieses Beispiel, dass so etwas nochexistiert“, schrieb einer der Kunden. Auch der Reisende Ladislav Bezděk, derderzeitauf seiner Reise„Mit dem Fisch um die Welt“unterwegs ist, bekundete Mikov seine Unterstützung im Kampf gegen Fälscher aufaus Afrika.
Das Ziel aller Maßnahmen, dieMikovauchaufrechtlicherEbenegegen den Hersteller von Fälschungenergreift, ist nicht nur der Schutz des guten Rufs des tschechischen Herstellers, der in Mikulášovice in Nordböhmen Dutzende von Arbeitsplätzen schafft, diedurchsolche unlauteren Geschäftspraktikengefährdetsind, sondern auchdas Bestreben, für gleiche Wettbewerbsbedingungen auf dem Markt zu kämpfen
„Wir sind uns bewusst, dass das Fischchen ein Symbol für ein typisch tschechisches Produkt ist und die Menschen daher sensibleraufdessenFälschungreagiert haben. Ich möchte aber auch anderetschechischeHerstellerermutigen, sich immer zu melden, wenn sieaufähnliche unlautere Praktiken stoßen“, sagte MilošPařík,Geschäftsführerder FirmaMikov.
Mikov gehörtzuden traditionsreichen MesserherstellerninderTschechischenRepublikund knüpft an die Tradition der Messerherstellung an, dieinMikulášovice auf eine 220-jährige Geschichte zurückblicken kann. Nebendem „Fischchen“stellt das Unternehmenaucheine ganze Reihe weiterer Messer her– Jagdmesser,Outdoor-Messeroder Messer für Rettungskräfte – und beschäftigtsichzudemmitder Herstellungvon Spezialmaschinen.
Zur Mikov-Fabrikgehören auch ein Museum undein Werksverkauf. JedesJahrorganisiert das Unternehmendie „Nožířské“-Feste. Diese finden auch im Jahr 2015 statt, wenn sich der 250. Geburtstag von Ignaz Rösler,dem BegründerderindustriellenMesserproduktionin Mikulášovice, jährt.