Klappmesser lassen sich nach einer ganzen Reihe von Kriterien unterteilen. Eines davon ist, ob das Messer über eine Sicherung verfügt oder nicht. Messer ohne Sicherung sind einfacher, leichter und auch günstiger.
Der wohl bekannteste Vertreter dieser Gruppe sind die verschiedenen Varianten des sogenannten Offiziersmessers. Dieses entstand irgendwann im 19. Jahrhundert, und als Typ finden wir es bereits in mehr als hundert Jahre alten Katalogen der Messerschmiedefabriken in Nixdorf (Mikulášovice). Mikov bringt es derzeit unter dem Namen „Stovka“ auf den Markt.
Doch die „Stovka“ steht unter den Messern ohne Verriegelung nicht allein da. Dazu gehören auch die berühmte „Rybička“, ferner die „Nožička“, Messer für Handwerker und Fischer, aber beispielsweise auch das luxuriöse „Pocket“.
Natürlich ist dieser Messertyp nicht für grobe Behandlung und schwere Arbeit gedacht. Jäger werden ihn beim Ausweiden von Wild nicht verwenden, und auch Soldaten im Nahkampf werden damit nichts anfangen können. Andererseits ist dieser Typ oft mit einer ganzen Reihe weiterer kleinerer Klingen, Öffner, Spitzer und Korkenzieher ausgestattet.
Mit einem solchen kleinen Taschenmesser lassen sich dann eine ganze Reihe von Notfallsituationen bewältigen – vom Öffnen einer Weinflasche bis hin zum Festziehen einer Schraube, dem Entfernen von Isoliermaterial oder dem Öffnen eines Pakets aus dem Online-Shop.
Vielleicht sind Messer ohne Verriegelung gerade deshalb so beliebt. Man findet sie in den Taschen eines Großteils der Männer, aber auch in den Handtaschen vieler Frauen, für die wir diese Messer mit Kristallen verzieren, damit sie nicht nur ein schlichtes Stück Metall und Kunststoff sind.