Japanische Messer – das ist ein Begriff für sich. Dies liegt unter anderem an den unterschiedlichen Traditionen. Während wir in Europa ein Messer als Werkzeug oder Waffe betrachten, das ein geschickter Handwerker herstellen kann, gilt die Messerschmiedekunst in Japan als ein Handwerk mit spirituellem Hintergrund.
Für einen japanischen Messermacher ist es daher von entscheidender Bedeutung, dass seine Arbeit auf einer optimalen inneren Verfassung beruht. Technik, Materialien, die zur Herstellung erforderliche körperliche Kraft – all dies sind letztlich nur Folgen des spirituellen Zustands. Im Übrigen basieren auch viele japanische Kampfkünste auf ähnlichen Prinzipien.
Und genau das Santoku-Messer entspringt dieser Tradition. Die Übersetzung des Wortes „Santoku“ ist unterschiedlich – manche interpretieren es als „drei Tugenden“, andere als „drei Verwendungszwecke“ oder „drei Vorzüge“. Das allein zeigt bereits, dass es sich nicht um ein Einzweckmesser handelt, wie es beispielsweise bei Spezialmessern zum Entbeinen oder für Backwaren der Fall ist, sondern dass sich mit ihm mehrere Aufgaben gut ausführen lassen – Schneiden, Zerkleinern und Zermahlen.
Das Santoku hat eine kürzere Klinge als das Standard-Kochmesser Ruby. Die Klinge besteht aus deutschem martensitischem rostfreiem Stahl DIN 1.4116 und ist in einen Holzgriff eingefasst. Das Messer ist so konstruiert, dass es die Finger bei der Arbeit vor Schnittverletzungen schützt und dass sein hinterer Kropf das Messer vor Beschädigungen bewahrt.